Marek_Spitczok

Vielfältige Erfahrungen und Fortbildungen führten mich dazu, mein Leben und Arbeiten zunehmend mit mehr Freude und Gelassenheit zu gestalten. Diese Stabilität und Flexibilität erlaubt es mir in verschiedenen  –auch hochbelasteten und konfliktreichen–  Situationen konstruktiv zu arbeiten. Es ist mir immer wieder eine große Freude, Menschen dabei zu begleiten, ihre nächsten positiven Schritte zu entdecken, zu planen und umzusetzen.

Mit 30 Jahren Berufserfahrung und einer ressourcenorientierten Haltung leite ich gerne Prozesse an, die mehr Klarheit, Vertständnis, Kraft und Vertrauen bringen. So können individuelle Kompetenzen als auch Wege für ein kooperatives und positives Miteinander entwickelt und erweitert werden.

 

Qualifikationen

Dipl.-Soziologe, Schwerpunkt Entwicklungspolitik (Freie Universität Berlin, 1998)

Wissenschaftlicher Mitarbeiter und Dozent (Humboldt-Universität zu Berlin, 1999-2003)

Diversity Trainer (Eine Welt der Vielfalt, 2006)

Heilpraktiker für Psychotherapie (Land Berlin, 2006)

Mediator (MediationsBüro Mitte, 2007)

Traumazentrierter Fachberater (DeGPT, 2010)

EMDR-Therapeut (VDH, 2012)

Organisationsberater für gemeinnützige Organisationen (SOCIUS, 2016)

 

Sprachen und Hintergrund

Deutsch und Englisch fließend

Aufgewachsen in Südafrika und Kanada, seit 25 Jahren in Berlin (mehr dazu unten)

 

Berufliche Tätigkeiten

  • seit 2003 freiberuflich tätig als Trainer und Seminarleiter 
  • seit 2010 freiberuflicher Berater, Coach, SupervisorTherapeut
  • 2007-2016 angestellt in Teilzeit bei HILFE-FÜR-JUNGS e.V. in der Prävention von sexueller Gewalt an Jungen und als Traumaberater und Therapeut für Jungen, junge Männer, Angehörige, Fachkräfte und Organisationen  jungen-netz.de
  • 2012-2016 stellvertretender Geschäftsführer des Jugendhilfetträgers HILFE-FÜR-JUNGS e.V.  und seit 2018 im Vorstand
  • seit 2014 Beauftragter zu Fragen von sexualisierter Gewalt in Institutionen des Jesuitenordens
  • 2006 – 2007 Trainer für soziale Kompetenzen, Gewaltprävention und Konfliktlotsen für das MediationsBüro Mitte, Berlin
  • Wissenschaftlicher Autor und Herausgeber in den Bereichen sexualisierte Gewalt gegen Kinder, Theaterpädagogik und Konfliktbearbeitung
  • 1999-2003 Wissenschaftlicher Mitarbeiter und Dozent in Afrikanischen Literaturen und Kulturen, Humboldt-Universität zu Berlin. Lehrbeauftragter für Entwicklungssoziologie, Freie Universität Berlin. Forschung zu pädagogischem Theater in Südafrika (2001-2002) und Tanzania (2003)
  • 1987-1994 diverse Tätigkeiten in den Bereichen IT/EDV und Projektmanagement

 

Noch etwas Hintergrund

Als Dreijähriger mit meinen Eltern (Konditor und Blumenbinderin) ins apartheid-Südafrika ausgewandert, zogen wir acht Jahre später, inzwischen mit meiner jüngeren Schwester, ins multikulturelle Kanada. Südafrika war für mich als Kind verwirrend und verstörend, ich verstand die Aufteilungen und Trennungen nicht. Klar war nur, Kontakt zur Afrikanischen Bevölkerung war verboten und die priviligierten, europäisch-stämmigen weißen lebten auch mit einer tagtäglichen Angst. Kanada war eine Befreiung, eine Erleichterung und eine deutliche Entspannung. Menschen aus so vielen verschiedenen Ländern leben (meist) friedlich zusammen, manchmal auch nur nebeneinander.

Nach vier Semestern Studium der elektronischen Systemtechnik und mehreren kurzzeitigen Jobs in der EDV-Branche, zog ich nach dem Mauerfall nach Berlin, meiner Geburtsstadt. Ich entschied mich, nur noch das zu studieren, was mich im Innersten interessierte und landete bei der Soziologie, Schwerpunkt Entwicklungspolitik in Afrika, Nebenfächer Psychologie und Afrikanische Literatur. Nebenbei arbeitete ich weiter im Projektmanagement und technischem Support der EDV-Branche und später im Kulissen- und Veranstaltungsbau. Die Diplomarbeit über lokal initiierte und geführte, gender-sensible Entwicklungsprojekte im ländlichen Südafrika eröffneten mir viele Erkenntnisse und Hintergründe über das Land, in dem ich als Kind gelebt hatte.

Meine erste Stelle nach dem Studium war als Dozent für Afrikanische Literaturen und Kulturen an der Humboldt-Universität Berlin, wo ich auch eine Promotionsforschung zu pädagogischem Theater begann. Bei einem Jahr Forschung in Südafrika lernte ich unterschiedliche Theaterprojekte und sehr engagierte, herzliche Menschen aus verschiedenen Kulturen kennen. Für diese in vieler Hinsicht lehrreiche Zeit bin ich sehr dankbar. Enkhosi kakhuli!

Zurück in Berlin lernte ich das Theater der Unterdrückten von Augusto Boal kennen, das mich sofort begeisterte. Spielerische, interaktive Methoden, um zusammen mit anderen mehr über sich selbst zu lernen, und andere Wege des Umgangs mit und Befreiung von Unterdrückung praktisch zu erproben. Mit den Techniken des Forumtheaters und des Regenbogens der Wünsche lernte ich gesellschaftliche und persönliche Konflikte klar zu thematisieren und neue Schritte zur Veränderung zu gehen. Ich entschied mich für die emanzipatorische Theaterarbeit, und arbeitete von 2003 bis 2007 freiberuflich als Theaterpädagoge mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen mit dem Theater der Unterdrückten. Bis heute leite ich hiermit Workshops und Fortbildungen an, z.B. Kreativ im Konflikt zusammen mit Anja Petz, Harald Weishaupt und Till Baumann.

2007 fing ich als Angestellter bei berliner jungs an, einem Projekt zur Prävention von sexueller Gewalt an Jungen und Hilfe für betroffene Jungen und ihre Angehörigen. Zusammen mit den sehr engagierten Kollegen entwickelten wir das Projekt, so dass es heute eine feste Fachstelle in Berlin zu diesem Thema ist. Hier bildete ich mich auch weiter zum Traumazentrierten Fachberater und EMDR-Therapeuten und wechselte Anfang 2013 zum neu gegründeten Projekt mut – mobile unterstützende Traumahilfe, beim gleichen Träger, HILFE-FÜR-JUNGS e.V.  Bis Anfang 2016 habe ich Jungen und junge Männer beraten und begleitet, die durch sexuelle Gewalt traumatisiert sind. Seit August 2014 bin ich einer der beiden Beauftragten für Verdachtsfälle von sexualisierter Gewalt bei der Deutschen Provinz der Jesuiten (Jesuiten.org).

Vier Jahre war ich zudem stellvertretender Geschäftsführer bei HILFE-FÜR-JUNGS e.V. und habe an einem stabilen Aufbau der Strukturen und dem Wachstum der gemeinnützigen Arbeit für Jungen und junge Männer mitgewirkt. In dieser zeitweise sehr herausfordernden Arbeit habe ich gelernt, wie in Strukturen und Rahmenbedingungen unterschiedliche Formen von Innovationen zu positiven Ergebnissen für Mitarbeitende und Klienten führen können.

Im Frühjahr 2016 entschied ich mich ganz für die Selbstständigkeit, um mich intensiver Coaching und Fortbildungen für Fach- und Führungskräfte zu widmen. Zusammen mit zwei Kolleginnen haben wir Büro und Praxis am Kleistpark in Berlin eröffnet.

Als freiberuflicher Trainer, Organisationsberater, Coach und Heilpraktiker für Psychotherapie können alle Angebote angefragt werden, die auf dieser Homepage zu finden sind.

Der Weg zu einem befreiten, entspannten und gelassenem Leben voll Liebe und Mitgefühl mit mir selbst und anderen fließt weiter. Denn: „Das Leben ist wie ein Fluss, alles verändert sich ständig.“ (Jack Kornfield)

 

Aus der Amtsantrittsrede von Nelson Mandela, den ich mal in Südafrika bei einer Rede erleben durfte,

in eigener Übersetzung und im Original von Marianne Williamson:

„Unsere tiefste Angst ist nicht, dass wir unzureichend sind. Unsere tiefste Angst ist, dass wir grenzenlos kraftvoll sind. Es ist unser Licht, nicht unser Schatten, das uns am meisten selbst einschüchtert. Wir fragen uns: Wer bin ich, so genial, wunderschön, talentiert und fabelhaft zu sein? Warum sollest du es nicht sein? Du bist ein Kind Gottes. Dich klein zu machen dient nicht der Welt. Es ist nichts Erleuchtetes daran, sich zurück zu nehmen, nur damit sich andere Menschen um dich herum nicht verunsichert fühlen. Wir sind geboren, um die Größe Gottes, die in uns liegt, auf diese Welt zu bringen. Sie ist nicht nur in einigen von uns, sie ist in uns allen. Und indem wir unser eigenes Licht leuchten lassen, erlauben wir anderen Menschen unbewusst, das gleiche zu tun. Indem wir uns von unserer eigenen Angst befreien, befreit unser Dasein automatisch andere.“

„Our deepest fear is not that we are inadequate. Our deepest fear is that we are powerful beyond measure. It is our light, not our darkness that most frightens us. We ask ourselves, Who am I to be brilliant, gorgeous, talented, fabulous? Actually, who are you not to be? You are a child of God. Your playing small does not serve the world. There is nothing enlightened about shrinking so that other people won’t feel insecure around you. We are all meant to shine, as children do. We were born to make manifest the glory of God that is within us. It’s not just in some of us; it’s in everyone. And as we let our own light shine, we unconsciously give other people permission to do the same. As we are liberated from our own fear, our presence automatically liberates others.“